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Die Geschichte des Klosters Mariae Opferungsthal

auf der Brede

 In der über 500-jährigen Geschichte des Klosters Mariae Opferungsthal, des Klosters ‚Up der Brede’, lassen sich drei Zeitabschnitte erkennen:
 

1483 - 1812

Das „Suesternhaus“ der Augustinerinnen

 
1830 – 1848
Hospital und Waisenhaus „St. Anna“ unter der Leitung der Stiftsdame Ludowine von Haxthausen
 
Seit 1850
Kloster Brede unter der Leitung der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau
 
Der folgende kurze Überblick über die Geschichte spiegelt das Auf und Ab der klösterlichen Gemeinschaft in den Jahrhunderten wider.
 
 
Gemälde 1483
Die Brüder Bernd und Diedrich von der Asseburg (Hinnenburg) stiften ein Kloster „Up der Breden“. Diese Stiftung wird den Augustinerinnen von Herford „Up dem Hollande“ übergeben.
 
1650
schließen sich die Augustinerinnen der Reform an, die von Lothringen ausgeht, und betätigen sich nun auch mit Unterricht und Erziehung.
 
17. Jh.
Auf Befehl der Landgräfin Amalia von Hessen wird das Kloster zerstört, kann aber unter Leitung von Mutter Johanna Prinz (1639 - 1664) wieder aufgebaut werden.
 
1771-1774
Wiederaufbau des im Siebenjährigen Krieg zerstörten Klosters.
neues Kloster
1810
im Zuge der Säkularisation wird den Augustinerinnen untersagt, neue Mitglieder aufzunehmen, sie selbst dürfen im Kloster „Up der Breden“ bleiben.
 
1836
ändert Graf Hermann Werner von Bocholtz-Asseburg die Stiftung um in eine Waisenanstalt. Ludowine von Haxthausen übernimmt die Leitung.
 
Ludowine
1836
entsteht unter der Leitung von Ludowine von Haxthausen das erste Exerzitienhaus für Lehrerinnen im norddeutschen Raum
 
1846
übernimmt Maria von Bocholtz-Asseburg, eine Schwester des Grafen die Leitung der Waisenanstalt.
Schw. Hedwig
 
Graf Diedrich
1849
Mutter Theresia, die Gründerin der Armen Schulschwestern v. U. L. Fr.,  kommt erstmals zur Brede, um Verhandlungen zu führen wegen der Übernahme der Waisenanstalt. Als sie in Brakel ankommt, ist Graf Hermann Werner gerade verstorben. Sein Sohn Diedrich entspricht dem Wunsch seines Vaters und übernimmt die Stiftung.
 
1850
Am 1. Mai kommen die ersten Schulschwestern zur Brede. Sie übernehmen die Aufgaben im Waisenhaus und ab dem 4. Mai auch den Unterricht in der Waisenhausschule.
 
1851
Die Schwestern eröffnen auf der Brede eine „höhere Töchterschule“. Nach dreijährigem Besuch der Schule können die Mädchen das Examen als Volksschullehrerinnen in Paderborn ablegen
 
1861
Die Brede wird Provinzmutterhaus der Westfälischen Ordensprovinz der Armen Schulschwestern v. U. L. Fr., die ersten Postulantinnen werden auf der Brede eingekleidet und beginnen ihr Noviziat.
Professfeier
 
1877
Im Zuge des Kulturkampfes wird das Bredenkloster aufgehoben. Den Schwestern wird frei gestellt, ob sie auf der Brede bleiben oder nach München gehen, um dort ihren Dienst aufzunehmen. Sieben Schwestern bleiben mit der Haus- und Provinzoberin Schwester Hedwig auf der Brede und arbeiten „still, wie zuvor weiter“.
Die Waisenhausschule bleibt inoffiziell in der Leitung der Schwestern.
 
1878
Das Wirken der Schwestern wird durch eine ehemalige Kandidatin denunziert, die höhere Töchterschule muss geschlossen werden.
 
1888
Mit ministerieller Genehmigung wird die höhere Töchterschule wieder eröffnet und zunächst inoffiziell eine private Ausbildung für Lehrerinnen durchgeführt, die 1903 ministeriell genehmigt wird.
 
1893
Der erste Kindergarten im weiten Umkreis wird auf der Brede eröffnet.
 
1902
Nach dem Tode der Provinzoberin Schwester Ludgera werden die Provinzen Breslau und Brede zusammengelegt. Das Noviziat der Brede wird nach Breslau verlegt.
 
1912
Das Lyzeum erfährt die Erweiterung zum Oberlyzeum mit Seminarklasse. Die Seminaristinnen erhalten nach dem Examen die Lehrbefähigung für Volks-, mittlere und höhere Mädchenschulen.
 
1921
Am 9. Mai wird das Kloster Brede wieder Mutterhaus der Westfälischen Ordensprovinz. Wenige Tage später wird wieder eine Einkleidung gefeiert und das Noviziat neu errichtet.
 
1926
Das Lehrerinnenseminar wird geschlossen, gleichzeitig erhält das Oberlyzeum der Brede die Genehmigung zum Vollabitur
 
1935
Zeitgleich finden Hausdurchsuchungen durch die Gestapo auf der Brede, in Arnsberg und in Warburg statt. Schwester M. Canisia Brüggemann wird verhaftet und ins Polizeigefängnis Dortmund gebracht, von dort nach Berlin Moabit in Untersuchungshaft.

Schw. Canisia
 
1941
Den Schwestern wird die Schule genommen, verstaatlicht und die Tätigkeit in Unterricht und Erziehung untersagt. Nur die Waisenanstalt und -schule bleiben den Schwestern, weil der Rektor der Brakeler Volksschule sich weigerte, die Kinder aufzunehmen.
Während der weiteren Kriegsjahre wird die Schule zunächst von der Wehrmacht als Lazarett beschlagnahmt, später besetzen amerikanische Soldaten das Schulhaus. Rund 500 russische Gefangene werden von den Amerikanern ins Schulhaus verlegt
.
 
1946
nehmen die Schulen der Brede Ober-, Handels- und Haushaltungsschule ihre Arbeit wieder auf. Schwester M. Alphonsa Beckermann baut in den nächsten Jahren die in der NS-Zeit eingerichtete Oberschule zum Neusprachlichen Mädchengymnasium aus.
 
1954-1956
entstehen Neubauten: Kindergarten, Schwesternwohnheim mit Pflegestation und Schülerinnenwohnheim
 
1970
Infolge der Schulreform (die Volksschulen betreffend) muss die ehemalige Waisenhausschule, die "Theresienschule", geschlossen werden. Das Heim bleibt noch weiter bestehen. Die Mädchen müssen die städtische Volksschule besuchen.
 
1983
Die Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung richtet zusätzlich eine Höhere Handelsschule ein.
 
Jubilaeum
1983
Die Brede feiert ein Doppeljubiläum: 500 Jahre Kloster Brede und 150 Jahre Bestehen des Ordens der Armen Schulschwestern v. U. L. Fr.
 
1985
Die Ordensgründerin Mutter Theresia wird in Rom selig gesprochen. Schwestern der Westfälischen Ordensprovinz, Lehrer/innen und Schüler/innen - auch ehemalige - nehmen in Rom an der Feier der Seligsprechung teil.
M. Theresia
 
1994
Die ehemalige Stiftung „Waisenanstalt und Freischule“ wird in die „Stiftung Gymnasium und Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung Brede in Brakel“ umgewandelt. Das Erzbistum Paderborn wird Unterhaltsträger der Stiftung.
 
1997
Der Berufsfachschule wird durch das Erzbistum ein dreijähriges Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung angegliedert
 
2000
Die Armen Schulschwestern schauen auf 150 Jahre Wirksamkeit auf der Brede zurück und feiern mit Schulschwestern aus aller Welt dieses Jubiläum.
 
2003
Mitglieder unserer Weggemeinschaft feiern das 10-jährige Jubiläum ihres Miteinander-Unterwegs-Seins.
Weggemeinschaft
 
Januar 2006
Die Provinzen Westfalen und Berlin werden in die Bayerische Stammprovinz eingegliedert.
 
Juli 2008
Die Brede feiert ein Doppeljubiläum: 525 Jahre Kloster Brede und 175 Jahre Bestehen des Ordens der Armen Schulschwestern v. U. L. Fr.. Höhepunkte des Jubiläumsjahres sind der festliche Gottesdienst mit Herrn Erzbischof Hans-Josef Becker und die Ausstellung in der 'Alten Waage'.
Gabenbereitung Ausstellung